Produktfotos selber machen. Ein Foto ist schnell gemacht? Die PrĂ€sentation von Produkten fĂŒr den Verkauf erfordert Erfahrung bei der Bildgestaltung und technische Grundkenntnisse. Fotografen mit entsprechendem Wissen kosten viel Geld.

Deshalb greifen vor allem ExistenzgrĂŒnder mit ihren knappen Finanzreserven gerne selbst zum Auslöser.

Aber die Resultate aus den ersten Versuchen wirken meist wenig ĂŒberzeugend. Das eigene Produkt in gutem Licht erscheinen zu lassen, ist erlernbar. Die folgenden Tipps bringen dir die Bedeutung von grundlegendem Vorgehen und Technik bei der Produktfotografie nĂ€her.

1. Einer Produktreihe den eigenen Stempel aufdrĂŒcken

Produktfoto machen 1

Markante Logos fĂŒr Firmen besitzen einen unverkennbaren Stellenwert fĂŒr wirtschaftlichen Erfolg. Hoher Wiedererkennungswert und PrĂ€gnanz sind die Kernelemente eines gelungenen Designs.

Symbole, SchriftzĂŒge oder Farben stehen fĂŒr spezifische Charakteristiken eines Anbieters – und diese sollen bei erster Betrachtung Interessenten sofort ins Auge fallen.

Das Konzept des visuellen Erstkontaktes gehört zur Produktfotografie ebenfalls untrennbar dazu.

Empfehlenswertes Video zum Thema (englisch):

Bloßes Zurschaustellen einer Ware mag zwar einfach und zweckdienlich erscheinen, hinterlĂ€sst bei Kunden in der Regel einen eher austauschbaren und emotionslosen Eindruck.

Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens spricht der Mensch vor allem auf Stimmungen an. Feine Nuancen verleihen Bildern einen einzigartigen Ausdruck. Gute Fotos gelten als AushÀngeschild und Identifikationsmittel zwischen Mensch und dem beworbenen Produkt. Trifft die PrÀsentation den Geschmack des Betrachters, steigen die Chancen auf einen Verkauf betrÀchtlich.

Bilder kommunizieren bewusst und unterbewusst, ob ein Anbieter seriös und qualitativ ansprechend in der Beurteilung ausfÀllt. Daher bleibt es unverzichtbar, dass diese Bilder neben dem Produkt eine zusÀtzliche Kernbotschaft ausstrahlen. Grundwerte und emotionale Stimmungen der eigenen Marke lassen sich mit gezielten Stilmitteln hervorheben.

Top 5: Mobile Fotostudios

1. Amzdeal Fotostudio 80x80cm Lichtzelt mit LED Beleuchtung, LichtwĂŒrfel fĂŒr Professionelle Fotografie inkl. 3 HintergrĂŒnde (weiß, schwarz, orange)

Amzdeal Fotostudio 80x80cm Lichtzelt mit LED Beleuchtung, LichtwĂŒrfel fĂŒr Professionelle Fotografie inkl. 3 HintergrĂŒnde (weiß, schwarz, orange)
  • ▶【QUALITÄT UND EFFIZIENZ】Lichrzelt ist mit 2 ultrahellen, 50-teiligen LED-Lichtperlen, die fĂŒr die Fotografie, und hat dieses tragbare Lichtzelt 3 HintergrĂŒnde (weiß, schwarz, orange). Die Innenwand der Box ist Silber, sondern auch als Hintergrund verwenden. Der Farbwiedergabeindex gewĂ€hrleistet maximale Farbgenauigkeit, die Farbtemperatur ist 6584K. Mehr effizienter als herkömmliche Leuchtstofflampen und GlĂŒhlampen.
  • ▶【PROFESSIONELLES DESIGN】80x80cm Fotostudio mit reflektierendem Stoff, der speziell fĂŒr eine gleichmĂ€ĂŸige Beleuchtung entwickelt wurde und viele Schatten und Reflexionen eliminiert. Die Oberseite der Drehbox hat ein Loch, kann aber auch fĂŒr Fotos verwendet werden und kann Allround fotografieren. Macht Ihre Fotos mehr klar und prĂ€zise.
  • ▶【EINFACH ZU BENUTZEN】Fotozelt ist sehr einfach zu montieren, können Sie Ihr Fotoshooting in weniger als 20 Minuten beginnen. Helfen Sie unerfahrenen Fotografen dabei, schnell professionell aussehende Bilder zu erhalten. die Lichtleiste kann mit Druckknöpfen befestigt werden, fĂ€llt nicht leicht ab. Der faltbare Leuchtkasten ist einfach mit einem feuchten Tuch zu reinigen.
Bewertung lesen87,99 €

2. ESDDI Fotostudio Light Box 24"/ 60 cm Einstellbare Helligkeit Tragbare Falten Professionelle Stand Tischplatte Fotografie Lighting Kit 156 Led-leuchten 4 Farben HintergrĂŒnde

ESDDI Fotostudio Light Box 24"/ 60 cm Einstellbare Helligkeit Tragbare Falten Professionelle Stand Tischplatte Fotografie Lighting Kit 156 Led-leuchten 4 Farben HintergrĂŒnde
  • ♩【Einstellbare Helligkeit】 156 LED-Lampen passen die Helligkeit stufenlos und gleichmĂ€ĂŸig an, ohne dass es zu Flimmern und Verzerrungen kommt. Bei einer Farbtemperatur von 5500K und 26100lM Lumen können Sie mit jedem Telefon oder jeder Kamera qualitativ hochwertige Fotos aufnehmen, fĂŒr das private Fotobuch oder professionelle Fotos fĂŒr Ihr E-Business
  • ♩【Einfacher Aufbau und Verwendung】 Das Hook & Loop-Design lĂ€sst sich einfach einrichten und transportieren. Keine komplizierte Montage, keine Stange, kein Verbinder, keine SchlĂ€uche, kein Klebstoff, keine Zeitverschwendung. Einfach die Kabine schnell in sich zusammenfalten und mit einer kleinen Aufbewahrungstasche auf der RĂŒckseite fĂŒr das Netzteil und andere GegenstĂ€nde tragen
  • ♩【Flexibler Aufnahmewinkel】 Durch mehrere Öffnungen können Sie eine beliebige Fotoaufnahmeposition auswĂ€hlen. Das reflektierende Gewebe aus professionellem, Silberfilm verteilt das Licht gleichmĂ€ĂŸig und vermeidet Vignettierung
Bewertung lesen94,95 €

3. AmazonBasics Mobiles Fotostudio

AmazonBasics Mobiles Fotostudio
  • Zusammenfaltbares, mobiles Fotostudio mit integrierter Hochleistungs-LED-Beleuchtung fĂŒr Fotoaufnahmen mit einer Handkamera oder einem Smartphone
  • Zwei LED-Lichtstreifen positioniert fĂŒr optimalen Kontrast, tageslichtĂ€hnlichem Licht von 5.600 K mit hohem Farbwiedergabeindex fĂŒr einheitliche Farben
  • System mit 3 TĂŒrmagneten vorne fĂŒr eine verbesserte Beleuchtung und Reduzierung von Reflektionen; Öffnung an der Oberseite fĂŒr Bilder von oben
Bewertung lesen109,99 €

4. SAMTIAN Lichtzelt 80x80x80cm, Portables mobiles Fotostudio/Licht-Box mit 3 verschiedenen HintergrĂŒnden (schwarz, weiß, gelb)

SAMTIAN Lichtzelt 80x80x80cm, Portables mobiles Fotostudio/Licht-Box mit 3 verschiedenen HintergrĂŒnden (schwarz, weiß, gelb)
  • Hochwertiges Lichtzelt: Zwei LED Lichtquellen mit je 126 LEDs, Lichtfarbe 5500K und , mit superhellen 12000LM bilden die ideale Lichtquelle. Die Lebensdauer der Lichtquellen betrĂ€gt 50.000h. Durch den hohen Farbwiedergabeindex CRI von 95% sind die LEDs die optimale Lichtquelle fĂŒr natĂŒrliche und lebendige Effekte.
  • Keine Stroboskop-Effekte:Es treten keine Stroboskopeffekte auf. Sie können vor verschiedenen HintergrĂŒnden qualititativ hochwertige Aufnahmen machen. Geeignet fĂŒr Smartphones, iPhone und andere Kameras.
  • Hochwertige:Die Innenseiten des Lichtzelts bestehen aus reflektierenden Materialien. Diese gewĂ€hrleisten eine gleichmĂ€ĂŸige Verteilung des Lichts. Die Lichtbox ist 80x80x80cm groß und kann damit fĂŒr kleine und fĂŒr große Motive verwendet werden.Die Lichtbox hat einen Rahmen der sehr einfach zusammengefĂŒgt werden kann. Das Zelt wird mit Hilfe von ReisverschlĂŒssen zusammengefĂŒgt. Der gesamte Aufbau erfolgt ohne Werkzeuge.
Bewertung lesen93,99 €

5. Amzdeal Fotostudio 3000-6500K Dimmbare Lichtzelt 50×50×50cm Foto Zelte mit 4 HintergrĂŒnde (Schwarz, Weiß, Grau, Orange) CRI90

Amzdeal Fotostudio 3000-6500K Dimmbare Lichtzelt 50×50×50cm Foto Zelte mit 4 HintergrĂŒnde (Schwarz, Weiß, Grau, Orange) CRI90
  • PROFESSIONELLES UND EINSTELLBARES LICH: Die in der oberen Abdeckung eingenĂ€hten 160 LEDs sorgen fĂŒr die optimale Ausleuchtung der Produkte. Die Farbtemperatur ist 3000K-6500K, stark restaurierte Farbe. Der Lichtstrom ist 50-4000 Lumen. Ohne ĂŒberflĂŒssige Schatten und Reflexionen auf dem Objekt oder dem Hintergrund zu hinterlassen, fotostudio kann man sehr professionelle Aufnahmen machen.
  • MIT MEHREREN FENSTERN ZU SCHIEßEN: Die Lichtbox bietet 4 Winkel fĂŒr unterschiedliche. Aufnahmeanforderungen und bietet Ihnen ein einzigartiges Fotoerlebnis. FĂŒr unterschiedliche Aufnahmewinkel ist sowohl vorne als auch oben eine Kameraöffnung angebracht, die sich mittels Klettverschluss öffnen lĂ€sst
  • EINFACH EINRICHTEN UND DEMONTIERENDurch den Klettmechanismus ist das Studio schnell auf- und abgebaut und ist dennoch sehr stabil und robust. Das Fotostudio (50*50*50cm) ist zusammenfaltbar,damit ermöglicht komfortables Transport und platzsparende Aufbewahrung.
Bewertung lesen72,99 €
Zuletzt aktualisiert am: 03.05.2020 um 15:36 Uhr.

 

2. Der rote Faden: UniformitÀt und Harmonie als Basis

Produktfoto: Roter Faden

Abwechslung hat ihre Daseinsberechtigung und lockert zu starre Bilderreihen auf. Doch Produktlinien mit individuellem Branding funktionieren nur dann gut, wenn sie einer logischen Designentscheidung unterliegen.

Charakteristiken der Ware und transportierte Emotionen dĂŒrfen nicht durch stark abweichende Gestaltungsideen verwĂ€ssern.

Farben, Licht und Komposition erzeugen einen einzigartigen Fingerabdruck und steigern das Kundenerlebnis bei der Suche nach dem richtigen Produkt.

Die Wahl von Rot-, GrĂŒn- oder Blautönen ist nicht einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks.

HĂ€ufig assoziieren Menschen mit Farben ganz konkrete GefĂŒhle. Diese variieren gleichzeitig abhĂ€ngig vom kulturellen Hintergrund des Betrachters.

Allgemein ist eine bedachte Kombination von Farbstimmung, Produkt und Hintergrund wichtig. Harmonieren diese Elemente miteinander und bauen zum Produkt keine visuelle Konkurrenz auf, ergibt sich ein einheitlicher sowie ansprechender Eindruck.

HintergrĂŒnde dienen als ergĂ€nzendes Stilmittel und stehen wie zusĂ€tzliche Requisiten im Kontext mit dem beworbenen Produkt. Eine neutrale Umgebung mit sehr einfacher Gestaltung gilt als sehr sicheres und universelles Stilmittel. Schlichtheit hebt die Ware besonders hervor, ohne den Betrachter mit zusĂ€tzlichen Elementen abzulenken. Das zentrale Motiv lĂ€sst sich alternativ besonders stimmungsvoll in einer adĂ€quaten Umgebung einpflegen.

Klug inszenierter Zusammenhang unterstreicht den QualitĂ€tsanspruch, Anwendungszweck und die Stimmung, ohne auch nur ein einziges Wort darĂŒber verlieren zu mĂŒssen. Experimente mit variablen HintergrĂŒnden und Farben liefern aufschlussreiche Erfahrungswerte auf diesem Gebiet.

3. Inspiration von anderen Anbietern besorgen

Foto Inspiration

Besser gut kopiert, als schlecht selbstgemacht: Übergroße AnsprĂŒche an die ersten eigenen Fotoversuche mĂŒnden schnell in Frustration.

Beispiele von anderen Anbietern wirken in einem kreativen Loch fĂŒr frischen Wind und liefern interessante Vorlagen zur Überarbeitung.

Vor allem steht hier jedoch gezielte SchÀrfung der Beobachtungsgabe und erfassen des visuellen Eindruckes im Vordergrund.

NatĂŒrlich, bodenstĂ€ndig, luxuriös oder technologisch – welche Beispiele stĂŒtzen zusĂ€tzlich die erwĂŒnschte Botschaft der eigenen Marke? Ein Katalog abgesicherter Beispiele hilft bei der Suche nach geeignetem Material. Gerade AnfĂ€nger gehen hier nach dem Prinzip des AnnĂ€herungsversuches vor. Nur wer seine eigene Idee mit anderen abgleicht, erweitert seine Vorstellung und öffnet Raum fĂŒr neue GestaltungsansĂ€tze.

Das BauchgefĂŒhl dient dabei als guter Ratgeber. Die Mechanismen der visuellen PrĂ€sentation stellen eine eigene Wissenschaft dar und fĂŒllen ganze BuchbĂ€nde – doch die spĂŒrbare Auswirkung trifft auf alle Menschen gleichermaßen zu. Daher sind Meinungen aus direktem Umfeld Ă€ußerst hilfreich auf dem Weg zum finalen Gestaltungsplan.

4. Produktfotos selber machen: Dekoration und Lichtart

Dekoration

Texturen wie eine Holzlasur verleihen deinem Produkt etwas Rustikales.

Lichtstimmungen unterschiedlicher Tageszeiten untermauern den Gesamtausdruck des Fotos.

WÀhrend gerichtete, einfallende Lichtstrahlen in der Dunkelheit eine geheimnisvolle AtmosphÀre erzeugen, bringt diffuses Licht das Produkt direkt in allen Details zur Geltung. Eine sehr weiche und milde Beleuchtung beruhigt das Auge des Betrachters und wirkt stimmungsvoll, wÀhrend hart abgeschnittene LichtverlÀufe rasch eine kantige, technische Impression zur Folge haben.

Welche Quelle als Lichtspender auch zur Wahl steht: Starke Schlagschatten, die das halbe Bild ĂŒberfluten, lenken vom eigentlichen Produkt ab.

Gezielter Einsatz von Helligkeit und Dunkelheit selbst stellt kein Tabu dar.

Vielmehr sind sie stilistische Werkzeuge, die wohl dosiert eine einzigartige Wirkung ausĂŒben.

Farbtemperaturen von kalt ĂŒber neutral weiß bis sonnig warm haben großen Einfluss auf die emotionale Note. Typisch wĂ€re eine Anwendung einer je nach Jahreszeit vorherrschenden Lichtstimmung fĂŒr saisonale Produkte.

Der Winter bevorzugt ein klares Weiß, wĂ€hrend der Herbst mit seinem goldenen Ambiente seine Kundschaft umgarnt. Im FrĂŒhling stehen wiederum farbenfrohe Motive im Vordergrund und eine Tendenz zur WĂ€rme. Durch den Einsatz von passenden Requisiten erscheinen Produkte im Kontext attraktiver. Gleichzeitig geben diese Hinweise fĂŒr Verbraucher ĂŒber GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnisse und Anwendungszweck. Deren Gebrauch ist jedoch im Anfangsstadium riskant. HĂ€ufig rĂŒckt bei ĂŒbereifriger Anwendung das eigentliche Motiv aus dem Zentrum und geht verloren.

Tipp: Kameraeinstellungen fĂŒr optimale Kontrolle
FĂŒr eine gelungene Umsetzung der ersten Ideen ist die passende Kameraeinstellung vonnöten. Das Arrangement des Produktes und schmĂŒckenden Beiwerks bilden zunĂ€chst die Ausgangslage. Jetzt gilt es, das Motiv in möglichst interessanten und vorteilhaften Perspektiven abzulichten – und dafĂŒr musst du deine Kamera beherrschen.

5. Belichtungseinstellung manuell setzen

belichtungseinstellung

Nahezu alle modernen Kameras verfĂŒgen ĂŒber einen manuellen Modus (Wahlrad M). Dieser erlaubt eine prĂ€zisere Abstimmung der Belichtung sowie von Verschlusszeit und Blende.

Automatikmodi neigen hĂ€ufig bei hellen oder sehr dunklen HintergrĂŒnden die Belichtung nicht auf das Motiv auszurichten.

Als Folge kommen die ersten Fotos zu dunkel oder zu hell aus der Kamera. Eine Änderung der Verschlusszeit passt die Helligkeit des Bildes an den persönlichem Geschmack an. Bei beweglichen Motiven fĂŒhren lange Zeitwerte zu BewegungsunschĂ€rfe oder verwackelten Bildern per Hand. Der alte Grundsatz, die minimale Verschlusszeit anhand der Brennweite (50 mm → 1/50s) auszurichten, hat nach wie vor GĂŒltigkeit.

Besitzt die Kamera einen Stabilisator, liefern deutlich lĂ€ngere Werte wie 1/10s bei ruhenden Motiven noch scharfe Ergebnisse. Moderne Superzoom-Kameras und auch DSLMs bilden hĂ€ufig eine korrekte Vorschau der Einstellungen auf dem Display ab. Diese Eigenschaft erleichtert die Beurteilung besonders fĂŒr AnfĂ€nger enorm. Des Weiteren gestattet der M-Modus die komplette Kontrolle ĂŒber die Blende und ISO-Werte.

6. SchÀrftentiefe bestimmen

SchÀrfentiefe

Der Hintergrund vervollstÀndigt den Gesamteindruck und wirkt unterbewusst durch Farbe, Texturen, Kontrast und Komposition auf Betrachter ein.

Steht der Hintergrund ansonsten in keinerlei logischer Verbindung zum Produkt, lenken sichtbare Details unnötig ab.

Die dahinterliegende Ebene sollte daher nicht im Fokus liegen oder zumindest einen weichen Verlauf hin zum zentralen Motiv vorweisen.

Eine Verdoppelung des Blendenwertes von f/5.6 auf f/11 lĂ€sst nur noch ein Viertel des ursprĂŒnglichen Lichts auf den Kamerasensor treffen.

Nebeneffekt: Die SchĂ€rfeebene dehnt sich aus. Wer also eine cremig weiche Kulisse hinter dem Motiv bevorzugt, sollte den Blendenwert niedriger (z. B. f/2.8) einstellen. Nicht jede Optik unterstĂŒtzt eine derartige Freistellung des Motivs. Vor allem kleine Kompaktkameras und Superzoom-Kameras besitzen meist einen kleineren Sensor in Kombination mit durchschnittlichen Blendenwerten.

Dennoch ist Trennung von Motiv und Umgebung auch in solchen FÀllen nicht unerreichbar: Je kleiner das abzulichtende Motiv ist, desto nÀher liegt seine Position zur Kamera. Die geringe Distanz zwischen Objektiv und der Ware spielt der SchÀrfentiefe entgegen.

An dieser Stelle hilft nur Experimentieren, um den gewĂŒnschten Effekt zu erhalten. Nicht immer ist eine Freistellung fĂŒr ein gelungenes Ergebnis notwendig. Einfarbige HintergrĂŒnde ohne Textur machen eine Trennung ĂŒber die SchĂ€rfeebene ĂŒberflĂŒssig. Bei PrĂ€sentationen von Models mit beworbenen KleidungsstĂŒcken oder grĂ¶ĂŸeren Produkten ist Freistellung ein sehr nĂŒtzliches sowie etabliertes Werkzeug.

7. Bildrauschen eindÀmmen

All der Aufwand lohnt sich nur, wenn fĂŒr die Nachbearbeitung der ersten Fotoserie ausreichend Reserven existieren.

Störendes Bildrauschen moderner Sensoren entsteht prinzipiell bei Lichtmangel.

Die meisten Kameras, egal ob moderne DSLMs, Superzoom-Kameras oder ein hochwertiges Handy, besitzen auf ihrem kleinsten ISO-Wert ein akzeptables Rauschverhalten fĂŒr die Weiterverarbeitung.

ISO legt nach einer standardisierten Skala die Lichtempfindlichkeit des Sensors fest. HĂ€ufig liegt der Grundwert bei ISO 100 oder darunter. Eine Erhöhung sorgt fĂŒr hellere Bilder bei gleicher Belichtungszeit, fĂŒhrt aber im Gegenzug zu einer HĂ€ufung von Artefakten.

Daher gilt Produktfotos selber machen: Je niedriger der ISO ausfĂ€llt, desto sauberer wird die BildqualitĂ€t auf technischem Niveau. Erlaubt das Setup keinen kleinen Wert fĂŒr handgehaltene Aufnahmen, ist die Nutzung eines Stativs sinnvoll.

Zu dunkle Bilder lassen sich auf vier Wegen aufhellen: ISO-Einstellungen, Blende, Verschlusszeit oder einfach eine stÀrkere Lichtquelle. Allerdings haben diese Möglichkeiten individuelle Nebenwirkungen. AbhÀngig von Kamera und Objektiv existieren unterschiedliche Grenzwerte, die noch akzeptable QualitÀt abliefern.

ISO – höhere Einstellungen erzeugen mehr Bildrauschen und Farbfehler 
Blende – fĂŒhrt zu VerĂ€nderungen in der SchĂ€rfeebene 
Verschlusszeit – handgehaltene Arbeit ist bei zu niedrigen Werten zunehmend erschwert 
Lichtquellen – mehr Licht kann die bevorzugte Lichtstimmung verfĂ€lschen

8. Reproduktion ohne EinschrÀnkungen mit Stativ

Zwar sind perspektivische Experimente durchaus sinnvoll bei der Produktfotografie, gleichzeitig besteht die Gefahr der fehlenden KontinuitÀt.

Wirr abwechselnde Aufnahmewinkel zwischen Angeboten der gleichen Familie erschweren die Wahrnehmung.

Das menschliche Auge, beim Produktfotos selber machen, liebt Harmonie und lehnt chaotische PrÀsentationen ab.

Handgehaltene Testaufnahmen sind flexibler und helfen bei der Entscheidungsfindung fĂŒr die finale Perspektive. Steht diese endlich fest, ist deren exakte Reproduktion fĂŒr die Gestaltung eines roten Fadens sehr wichtig. Ein Stativ hĂ€lt die Kamera in fixer Position und erlaubt deren unkomplizierte Bedienung. Zudem lassen sich Ă€ußerst lange Verschlusszeiten realisieren und somit den ISO-Wert auf niedrigem Niveau halten. Die Wahl der SchĂ€rfentiefe ĂŒber die Blende ist ebenfalls frei wĂ€hlbar.

Gefahr von verwackelten Aufnahmen besteht keine mehr. Zugleich bleibt die vorbereitete Lichtstimmung erhalten, da der Gebrauch eines Blitzlichtes beim Stativ zur Aufhellung schlicht entfĂ€llt. FĂŒr kleine Objekte stellt ein handliches Ministativ die beste Wahl dar. Dessen Einsatz auf einem Tisch ermöglicht eine hohe Bewegungsfreiheit. Wachsen die Dimensionen des Motivs, steigt auch die Anforderung an die Auszugshöhe des Stativs an. Lampenstative dienen auch als optimale Halterung fĂŒr ein ausgeklĂŒgeltes Lichtsetup.

9. Produktfotos selber machen: Störquellen ausschalten

Fenster Störquelle

Licht ist nicht gleich Licht. Wie bei einem gut abgestimmten Gericht ist der Lichtfluss eine essenzielle Zutat in der Fotografie.

Bei kleinem Budget und einer einzigen Lichtquelle treten unĂŒbersehbare Nebeneffekte auf. Störende Elemente provozieren ungewollte Reflexionen und rauben dem eigentlich Motiv die erhoffte Aufmerksamkeit.

Besonders anfÀllig sind metallische OberflÀchen beim Produktfotos selber machen.

Um das Ausmaß an spiegelnden Effekten einzudĂ€mmen, eignet sich eine kontrollierte Umgebung fĂŒr die Aufnahme. Durch Fenster einfallendes Sonnenlicht ist hĂ€ufig problematisch.

Eine Lichtbox verschafft hier Abhilfe und bringt meist eine diffuse Beleuchtungsoption als Ausstattungsmerkmal mit. Alternativ dient Pappe in neutraler Farbgebung als Blockade vor einer Störquelle.

Wichtig ist auch, den Hintergrund vor zu hohen Kontrasten zu schĂŒtzen. Selbst bei starker Freistellung fĂŒhrt ein starker Wechsel von hell zu dunkel in kurzen AbstĂ€nden zu einem Bruch in der BlickfĂŒhrung.

10. Beleuchtungsaufbau – hart oder weich?

Beleuchtungsaufbau Produktfoto machen

Harte Schatten gelten abseits von technischen Bereichen hÀufig nachteilhaft in der Produktfotografie. Egal, welche Lichtquelle das Bild dominiert, weiche Schatten und gestreutes Licht erzeugen ein weitaus harmonischeres Bild.

Ein einfacher Diffusor aus gefaltetem Backpapier, weißem Papier oder eine Softbox vor der Quelle mildert zu harte Schatten spĂŒrbar ab.

WĂ€hrend die Farbtemperatur des Lichtes sich ĂŒber den Weißabgleich korrigieren lĂ€sst, gelten unterschiedliche Lichtarten als Problemfaktor.

Quellen unterschiedlicher Farbnatur wie warmes und kaltes Licht lassen sich im Nachhinein kaum noch beherrschen. Steht einmal das Setup fĂŒr die Beleuchtung, sollten nur in AusnahmefĂ€llen oder komplett anderen Produktsparten eine Änderung erfolgen.

Produktfotos selber machen. Stetige Schwankungen zwischen Tageslicht oder Kunstlicht machen sich auf den Bildern bemerkbar.

Bei grĂ¶ĂŸerem finanziellem Spielraum bleibt eine komplette Lichtgestaltung mit FĂŒhrungslicht, Aufhellungslicht und Kantlicht ratsam. GĂŒnstig ist die Verwendung von Reflektoren zur gezielten Beseitigung von zu dunklen Bereichen.

11. RAW als Backup nutzen

Professionelle Setups erzeugen eine ansprechende Ästhetik. Bilder direkt aus der Kamera sehen fantastisch aus. Gerade AnfĂ€nger straucheln auf diesem Gebiet und begehen Fehler, die erst spĂ€ter auffallen.

An dieser Stelle hilft das RAW-Format aus.

Es lÀsst sich hÀufig gemeinsam mit den kompakteren JPG-Daten abspeichern und enthÀlt alle unkomprimierten, unverÀnderten Bildinformationen.

Produktfotos selber machen. JPGs haben eine reduzierte Farbdarstellung und löschen zwecks Platzersparnis Details in extrem hellen und dunklen Bereichen.

RAW-Daten ermöglichen hingegen die Rettung von verloren geglaubten Details in bester QualitÀt und ohne Verlust an Farbinformationen. Dazu gehören auch eine gezielte Anpassung der Farbtemperaturen, des Bildzuschnittes und der kreative Eingriff in die Fotografie zur Betonung wichtiger Elemente. Sogar Fehler bei der Belichtung lassen sich nachtrÀglich gut in entsprechender Bildbearbeitungssoftware oder RAW-Konverter ausbessern.

Beliebte Programme sind unter anderem Adobe Photoshop/Lightroom, DXO Optics, Capture One oder Luminar 3. Kostenlose Alternativen wÀren Darktable, GIMP oder RawTherapee.

12. Produktfotos selber machen: Weißabgleich richtig setzen

Weißabgleich produktfoto machen

Farben können nur ihren Charme entfalten, solange sie eine hohe GlaubwĂŒrdigkeit und Echtheit besitzen.

Das menschliche Auge ist Ă€ußerst kritisch und nimmt Abweichungen in der Darstellung schnell wahr.

Produktfotos selber machen. Nicht nur offensichtliche Farbstiche, sondern auch dezente Verschiebungen sorgen fĂŒr eine unstimmige Farbwiedergabe. Besonders fallen Abweichungen bei mehreren Fotos auf.

Die WB (White Balance) untersucht in der Automatik nach neutralen Grautönen und gleicht Farbverschiebungen aus. Allerdings erkennt die Automatik nicht, ob zum Beispiel ein goldener Farbstich mit warmer Farbtemperatur erwĂŒnscht ist. In diesem Fall existieren WB-Voreinstellungen die zu Sonnenlicht, Kunstlicht oder schattiger Umgebung passen. Zur Not hilft eine manuelle Einstellung der Farbtemperatur zur Erhaltung des erwĂŒnschten Looks. Manchmal soll jedoch Weiß schlicht wie reines Weiß wirken. Fehlt hier das letzte QuĂ€ntchen an PrĂ€zision, dient eine sogenannte Graukarte als Referenz zur automatischen Justierung des Weißabgleiches vor der eigentlichen Aufnahme.

13. Zoom fĂŒr die perfekte Bildwirkung verwenden

Zoom fĂŒrs Produktfoto

Höhere Brennweiten fĂŒhren zu einem reduzierten Fluchtpunkteffekt. AbhĂ€ngig von der gewĂ€hlten Brennweite entstehen völlig unterschiedlich wirkende Proportionen an dem Motiv.

Höhere Brennweiten fĂŒhren zu einem reduzierten Fluchtpunkteffekt.

AbhÀngig von der gewÀhlten Brennweite entstehen völlig unterschiedlich wirkende Proportionen an dem Motiv.

Produktfotos selber machen. Ab etwa 50 mm (auf Kleinbild gerechnet) entsteht eine sehr natĂŒrliche Balance zwischen Bildmitte und Ă€ußeren Bereichen.

Generell diktiert auch hier die Intention der PrĂ€sentation letztendlich die Entscheidung hin zu einer Tele-, Normal- oder Weitwinkelbrennweite. Zoom-Objektive geben dir hier einen großzĂŒgigen Gestaltungsspielraum.

Wichtig bleibt der Focus auf ein optisches GerÀt, da diese ohne QualitÀtsverluste an das Motiv heranzoomen.

Digitale Zooms wie bei vielen Smartphones vergrĂ¶ĂŸern nur vorhandene Bildinformationen und opfern Details, um den Eindruck einer optischen VergrĂ¶ĂŸerung zu simulieren. Neben abfallender SchĂ€rfe stechen auch Bildrauschen, Kompressionsartefakte und Farbfehler klarer hervor. FĂŒr die Produktfotografie ist die digitale Alternative zum optischen Zoom daher ungeeignet.

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